{"id":2330,"date":"2023-04-21T19:41:18","date_gmt":"2023-04-22T01:41:18","guid":{"rendered":"https:\/\/immerautonom.noblogs.org\/?p=2330"},"modified":"2023-04-21T20:02:34","modified_gmt":"2023-04-22T02:02:34","slug":"the-subaltern-is-fucking-speaking","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/immerautonom.noblogs.org\/de\/the-subaltern-is-fucking-speaking\/","title":{"rendered":"Das Subalterne ist verdammt noch mal am sprechen!"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-cover is-light has-parallax\"><span aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-cover__background has-background-dim\"><\/span><div role=\"img\" class=\"wp-block-cover__image-background wp-image-1845 has-parallax\" style=\"background-position:47% 47%;background-image:url(https:\/\/immerautonom.noblogs.org\/files\/2022\/11\/the-one-who-killed-my-sister_10.png)\"><\/div><div class=\"wp-block-cover__inner-container is-layout-flow wp-block-cover-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-text-align-center has-text-color has-large-font-size\" style=\"color:#cccccc\"><mark style=\"background-color:#000000\" class=\"has-inline-color has-white-color\">\u201eIch werde t\u00f6ten, Ich werde t\u00f6ten, denjenigen, der meine Schwester get\u00f6tet hat!\u201c<\/mark><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Ich schreibe dies, weil ich frustriert bin. Ich bin frustriert mit der Reaktion zum Aufstand in Iran. Ich bin frustriert, wie diese leider nicht \u00fcberraschend ist, wenn wir uns anschauen, wie sich die Diskussionslandschaft um den Hidschab und Feminismus in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Verst\u00e4ndnis vom Hidschab, welches gerade, besonders bei Linken, beliebt ist, ist eines, das sich daran klammert, dass es ein an sich neutrales Kleidungsst\u00fcck, mit einer unspezifizierten pers\u00f6nlichen und spirituellen Bedeutung, ist, welches aus freiem Willen getragen wird, au\u00dfer es gibt \u00fcberw\u00e4ltigende Beweise, die das Gegenteil zeigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber wie wir in den Reaktionen auf den Aufstand gegen den unfreiwilligen Hidschab in der Islamischen Republik sehen, m\u00fcssen wir selbst dann noch einen Weg finden um zu sagen, dass der Aufstand am Ende \u201enicht \u00fcber Hidschabs\u201c ist. Und ich frage mich warum eigentlich. Wieso kann es nicht sein, dass der Aufstand genau das ist, wonach er aussieht? Wieso ist es so unm\u00f6glich sich vorzustellen, dass Menschen, die, angefangen mit 6 Jahren und ganz egal welche religi\u00f6sen Vorstellungen oder pers\u00f6nliche W\u00fcnsche sie haben, ihr ganzes Leben gezwungen wurden den Hidschab zu tragen, das verdammte Teil hassen?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Mit unseren Protesten wird sich nie unter unseren Bedingungen besch\u00e4ftigt. Sie werden immer durch die Linse von anderen gefiltert. Entweder durch die \u201eFrau in N\u00f6ten\u201c der Amerikanischen Rechte, oder der des CIA oder NED gesponserten Coups des Linken Narratives, und, bestenfalls, das unbedeutendste und hohlste Bekenntnis von \u201eSolidarit\u00e4t\u201c, bevor sofort dazu \u00fcbergesprungen wird, dar\u00fcber zu reden, wie wir unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig viel Aufmerksamkeit bekommen, oder \u00fcber die europ\u00e4ischen Hidschabverbote und wie diese genauso schlimm sind. Selbst viele Anarchist*innen sind z\u00f6gerlich damit \u00fcber den Hidschab und das muslimische Patriarchat als den Ursprung des Problems&nbsp; zu reden.&lt;fn&gt;Auf der einen Seite geben wei\u00dfe amerikanische Reaktion\u00e4re vor, sich um unsere Unterdr\u00fcckung zu k\u00fcmmern, damit sie es moralisch lizenzieren k\u00f6nnen, uns zu bombardieren, \u201eum unsere Frauen zu retten\u201c \u2013 das Narrativ der \u201eJungfrau in Not\u201c. Auf der anderen Seite leugnen wei\u00dfe amerikanische Linke, dass unsere Unterdr\u00fcckung \u00fcberhaupt existiert, weil sie denken, dass wenn sie anerkennen, dass wir \u2013 queere und trans Iraner, iranische Frauen, iranische Kinder \u2013 unterdr\u00fcckt werden, bedeutet dies, dass sie moralisch verpflichtet sind, uns zu bombardieren. Weit davon entfernt, das Narrativ der Rechten zu bek\u00e4mpfen, k\u00f6nnen sich wei\u00dfe Linke, die im paternalistischen patriarchalischen Rahmen der \u201eB\u00fcrde des wei\u00dfen Mannes\u201c verwurzelt sind, keine Solidarit\u00e4t aussieht wie \u201edie Kontrolle \u00fcber die Situation \u00fcbernehmen\u201c. Die nicht nach Intervention \u201ezu unserem eigenen Besten\u201c aussieht. Die Tatsache, dass sich wei\u00dfe Linke keine \u201eSolidarit\u00e4t\u201c mit den Unterdr\u00fcckten und Ausgegrenzten einer imperialisierten Region vorstellen k\u00f6nnen, ohne zu dem scheinbar unvermeidlichen Schluss zu kommen, dass die Bombardierung unserer H\u00e4user v\u00f6llig gerechtfertigt ist, um \u201euns zu retten\u201c, signalisiert nicht, dass ihr an \u201ewestliche Propaganda\u201c vorbeischauen k\u00f6nnt, sondern signalisiert, dass ihr euch Solidarit\u00e4t <em>\u00fcberhaupt nicht<\/em> vorstellen k\u00f6nnen.&lt;\/fn&gt;<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Jahre hat sich das was \u201emuslimischer Feminismus\u201c genannt wird und ein gro\u00dfer Teil des postkolonialen Feminismus um die Perspektive von Diaspora Muslim*innen gedreht. Fast nie gibt es eine Anerkennung des Faktes, dass Diaspora Muslim*innen in einem anderem sozialem Kontext sind als die Muslim*innen zu Hause. Dies bedeutet, dass sie andere Anliegen in ihrem t\u00e4glichen Leben, andere Schwerpunkte, und ja, L\u00fccken in ihren Perspektiven haben, die das Resultat davon sind, dass sie nicht mehr von einem muslimischen Patriarchat mit politischer Macht&nbsp; umgeben sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist sehr leicht vom Hidschab als eine Wahl zu reden, wenn es f\u00fcr dich eindeutig eine Wahl ist. Es ist leicht und oh so kostenlos f\u00fcr dich, f\u00fcr dein Wohl und dein Wohl allein, so zu tun, als ob der Hidschab grundlegend eine Wahl ist. Selbst wenn es durch das Wort des Gesetzes und konstanter staatlicher \u00dcberwachung forciert wird. Selbst wenn sie ins Gef\u00e4ngnis gesperrt werden, wenn sie es nicht tragen. Selbst wenn sie auf jedem Level, von zu Hause, zur Gemeinschaft, zur Regierung, durch Mechanismen der Kontrolle dazu gedr\u00e4ngt werden den Hidschab zu tragen, k\u00f6nnte dies noch fein sein, so lange wir uns vorstellen, dass alle, die dazu gedr\u00e4ngt werden den Hidschab zu tragen es, durch einen bequemen Zufall, zuf\u00e4lligerweise lieben! Wow, unsere Gemeinschaften sind so harmonisch! Sie funktionieren wie eine gut ge\u00f6lte Maschine, und der Wille der Menschen stimmt zuf\u00e4lligerweise mit&nbsp; dem Willen des Staates \u00fcberein. Es gibt keinen inneren Kampf.<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich wird dies nie in solch exakten und auff\u00e4llig orientalistischen Worten gesagt. Da ist immer ein Knochen, der der Idee eines inneren Kampfes und unserer Autonomie zugeworfen wird. Aber dieser Kampf wird immer als unverst\u00e4ndlich f\u00fcr Zuschauer dargestellt. Wir machen Feminismus auf unsere Art und Weise. Aber macht euch keine Sorgen! Unsere Bed\u00fcrfnisse sind nie die, von welchen ihr denkt, dass sie es sind. Wir k\u00fcmmern uns eigentlich nicht um Hidschabs. Es ist nicht hoch auf unserer Liste. Siehst du, es ist nur ein Teil unserer Kultur. Es ist nur Kleidung. Schau dir all die Frauen in Teheran an, die bunte und sch\u00f6ne Hidschabs tragen! Wenn sie es nicht so sehr m\u00f6gen w\u00fcrden, w\u00fcrden sie doch sicherlich nicht so ein Fashionstatement machen!<\/p>\n\n\n\n<p>Diese zus\u00e4tzliche \u201eKomplexit\u00e4t\u201c sch\u00fctzt vielleicht vor den Vorw\u00fcrfen von Orientalismus, aber funktioniert am Ende gleich. Es erz\u00e4hlt dir, dass wir alle entweder okay damit sind, oder es unter uns selbst kl\u00e4ren. Schau dir auf die eigene Nase, schau nicht hin (selbst wenn wir danach fragen), hilf nicht (selbst wenn wir nach Solidarit\u00e4t flehen), halte einfach deinen Mund.<em> Etwas rassistisch sich einzumischen, wei\u00dft du.<\/em>&lt;fn&gt;In einem Austausch mit der iranischen Feministin Attousa H. demonstriert Foucault auf etwas ber\u00fcchtigte Weise, wie wei\u00dfe europ\u00e4ische cis m\u00e4nnliche Akademiker oft Formen des wei\u00dfen rassistischen Patriarchats durch epistemische Gewalt aus\u00fcben. Foucault unterstellt, dass iranische Feministinnen, wenn sie die Frauenfeindlichkeit des Khomeini Regimes kritisieren und \u00fcber den Terror des obligatorischen Hijab sprechen, der durch Gewalt erzwungen wird, einfach Islamophobe sind (obwohl er dieses viel j\u00fcngst popularisierte Wort offensichtlich nicht verwendet), geblendet von einem irrationalen (wesen k\u00f6nnte versucht sein, <em>hysterischen)<\/em> \u201eHass\u201c zu sagen. Dadurch gestaltet er den Widerstand gegen den obligatorischen Hijab so, als k\u00f6nne er unm\u00f6glich \u201eauthentisch iranisch\u201c sein, wie Rafia Zakaria, Autorin von \u201eAgainst White Feminism\u201c,<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/kevin-anderson.com\/wp-content\/uploads\/docs\/anderson-book-review-foucault-zakaria.pdf\" target=\"_blank\"> in einer Rezension eines Buches aus dem Jahr 2005 \u00fcber Foucaults Engagement f\u00fcr die iranische Revolution beschrieb<\/a>.<br \/><br \/>In <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/immerautonom.noblogs.org\/files\/2023\/04\/Graeber-Oppression.pdf\" target=\"_blank\">\u201eOppression\u201c beschreibt David Graeber<\/a> das subtile K\u00f6der-und-Wechsel-Spiel des wei\u00dfen Anthropologen, der sich durchs selbst Recht geben zu entscheiden, was eine authentische \u201eeinheimische Kultur\u201c ist und was nicht, sich immer noch als die epistemische Autorit\u00e4t mit der F\u00e4higkeit darstellt, zu entschieden was \u201eauthentisch\u201c zu einer indigenen Kultur ist, um so die Authentizit\u00e4t abweichender indigener Perspektiven zu leugnen, denn was authentisch ist, ist bequemerweise immer auch das, was sich der lokalen \u201eAutorit\u00e4t\u201c anpasst. Iranische Frauen werden somit doppelt epistemisch \u00fcberschrieben: von ihrem eigenen Patriarchat und von dem wei\u00dfen rassistischen Patriarchat, das ankommt und ihnen sagt, dass sie keine authentischen Iraner*innen sind, wenn sie eine andere Geschichte \u00fcber ihr Leben erz\u00e4hlen als die Geschichte, die ihre Patriarchen erz\u00e4hlen. Das \u00fcbliche Argument muslimischer Feminist*innen in der Diaspora lautet, dass der wei\u00dfe Blick davon besessen sei, die Hijabi Frau auf eine fetischistische, orientalistische Weise zu \u201eenth\u00fcllen\u201c, und betont, dass Frauen den Hijab durch ihre eigenen Wahl tragen k\u00f6nnen, aber die Beschr\u00e4nkung der Kritik auf diesen Punkt verschleiert diesen gleicherma\u00dfen fetischistischer und orientalistischer, aber scheinbar \u201ewohlwollenderen\u201c Blick der wei\u00dfen Liberalen \u2013 besessen davon, die SWANA Frau \u201ewieder zu verh\u00fcllen\u201c und \u201ewieder zum Schweigen zu bringen\u201c, sie wieder unter die Autorit\u00e4t ihres Patriarchen zu stellen und die Illusion der Zustimmung neu zu erschaffen. Stimmt sie nicht zu, kann sie schlie\u00dflich kein \u201eauthentisches\u201c Mitglied ihrer Kultur sein.<br \/>Vor diesem Hintergrund wird das Verbrennen des Hijabs zu einem Akt des permanenten, unmissverst\u00e4ndlichen Widerstands: Iranische Frauen und trans M\u00e4nner legen nicht nur ihren erzwungenen Hijab ab, unter Gefahr ihres eigenen gottverdammten Lebens, sondern erkl\u00e4ren, dass sie dies niemals \u201esich wieder verh\u00fcllen\u201c k\u00f6nnen noch werden, selbst nicht durch das Beharren wei\u00dfer liberaler und muslimischer Diaspora Feministinnen darauf, dass Verschleierung eigentlich die \u201efeministische\u201c Sache ist.&lt;\/fn&gt; <\/p>\n\n\n\n<p>Dies ist eine \u201ehauseigene\u201c Sache.<\/p>\n\n\n\n<p>Nichts zu sehen, geh weiter!<\/p>\n\n\n\n<p>Ignoriere den Schatten des Patriarchats, der den G\u00fcrtel abnimmt.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie sagen, dass unsere Proteste \u00fcber \u201edie Kontrolle der Regierung\u201c \u00fcber den K\u00f6rper von Frauen ist, als sei \u201edie Regierung\u201c die einzige Entit\u00e4t, die je Kontrolle \u00fcber die K\u00f6rper seiner Untertanen haben kann. Als ob das transferieren der Verwaltung der patriarchalen Gewalt vom Staat zur Familie oder der Gemeinschaft eine gro\u00dfe Verbesserung w\u00e4re. Mit dieser lauwarmen \u201eSolidarit\u00e4t\u201c, die wir f\u00fcr die Proteste gegen das vom Staat kontrollierte Patriarchat sehen, habe ich nicht viel Hoffnung, dass sie irgendeinen Engagement f\u00fcrs Ende (oder auch nur f\u00fcr die Anerkennung) des muslimischen Patriarchats auf diesen Stufen zeigen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Darstellung von \u201eRegierungskontrolle\u201c erlaubt ehrlich gesagt zudem f\u00fcr einen irref\u00fchrenden Vergleich des europ\u00e4ischen Hidschabverbotes und dem unfreiwilligen Hidschab. Dies ist eine andere Form der Unterdr\u00fcckung. Es ist ein innergemeinschaftliches, muslimisches Patriarchat. Es ist nicht das rassische Patriarchat, das von wei\u00dfen Europ\u00e4ern rassifizierten Frauen aufgezwungen wird. Muslimische Frauen erfahren beides. Aber es scheint als ob es nie der richtige Zeitpunkt ist \u00fcber das Erstere zu reden, selbst dann nicht wenn es passiert. Es ist bizarr zu h\u00f6ren wie muslimische Frauen dadurch Solidarit\u00e4t zeigen indem sie \u00fcber europ\u00e4ische Hidschabverbote reden, als ob dies die einzige Referenz f\u00fcr einen Vergleich ist, die sie daf\u00fcr haben, wie es ist, zwanghafte Kontrolle zu erfahren. Als ob es keine patriarchale Kontrolle in ihren Gemeinschaften g\u00e4be, und das einzige woran sie der unfreiwillige Hidschab erinnern kann, ist, wenn wei\u00dfe Leute versuchen Hidschabs zu verbieten. Es hat das Aussehen einer Aussage der Solidarit\u00e4t, aber dadurch, dass es von Leuten kommt, die einen \u00e4hnlichen Kampf wie unseren haben m\u00fcssen, f\u00fchlt sich das Nichtreden \u00fcber diesen Kampf mehr wie eine Ablenkung an. Es ist nie nur eine Aussage \u00fcber die Grausamkeit des unfreiwilligen Hidschabs. Es kommt immer mit dem Anh\u00e4ngsel \u201eHidschabverbote sind genau so schlimm!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist, als ob es unm\u00f6glich f\u00fcr Diaspora Muslime w\u00e4re, Solidarit\u00e4t f\u00fcr uns zu zeigen ohne den Kampf, \u00fcber den wir einfach nicht reden, ins Zentrum zu stellen. Und da dies von Leuten kommt, die beide erfahren, scheint dies keine ignorante Art der Selbstzentrierung zu sein. Es f\u00fchlt sich wie ein leiser Versuch an die Aufmerksamkeit vom muslimischen Patriarchat wegzulenken.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich muss betonen, dass keine Einzige dieser \u201eFeminist*innen\u201c ein einziges Wort \u00fcber den unfreiwilligen Hidschab in den letzten vierzig Jahren gesagt hat. Sie haben nicht einen einzigen Finger f\u00fcr uns gehoben. \u00dcber den Kampf von Frauen, queerer und trans Personen, religi\u00f6ser Minderheiten und unterdr\u00fcckter Volksgruppen in Iran zu reden ist f\u00fcr Linke politisch \u201eunbequem\u201c. Wir sind alleine in unserem Kampf. Trotz all der Aufschreie von Linken \u00fcber unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfige Medienaufmerksamkeit auf uns, hat uns diese nichts gebracht. Das letzte Mal als es massive Proteste gab starben 1500 Menschen. Erinnert ihr euch \u00fcberhaupt daran? Jeden Tag haben wir mehr zu trauern und uns wird gesagt, dass die Welt uns zu viel Aufmerksamkeit gibt, und dass sich dieser Aufmerksamkeit mit Misstrauen gen\u00e4hert werden muss.<\/p>\n\n\n\n<p>Der unfreiwillige Hidschab hat eine viel l\u00e4ngere Geschichte als jedes Hidschabverbot in Europa. Es existiert als ein Instrument des muslimischen Patriarchats seit dessen Beginn, auf einer ununterbrochenen Linie von damals zu heute.&lt;fn&gt;<br \/>In <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/brill.com\/view\/journals\/ils\/28\/3\/article-p125_125.xml\" target=\"_blank\">\u201eStatus Distinctions and Sartorial Difference: Slavery, Sexual Ethics, and the Social Logic of Veiling in Islamic Law\u201c<\/a> argumentiert Omar Anchassi, dass der Hijab im fr\u00fchen islamischen Recht als Mittel zur Unterscheidung zwischen Sklavinnen diente, die als \u201efreies Spiel\u201c f\u00fcr sexuelle Bel\u00e4stigung gekennzeichnet waren, und \u201efreie\u201c Frauen, die durch die Autorit\u00e4t ihrer V\u00e4ter gesch\u00fctzt werden. Freie (nicht versklavte) muslimische Frauen wurden somit in etwas ironischer Weise durch ihres durch aufgezwungenes eingeschr\u00e4nktes Sein durch Hijabs als rechtlich \u201efrei\u201c gekennzeichnet, w\u00e4hrend versklavte Frauen nicht verschleiert und somit den Launen anderer \u201eausgesetzt\u201c wurden.&lt;\/fn&gt; Das noch weit mehr verbreite Ph\u00e4nomen von Frauen aufgezwungener \u201eBescheidenheit\u201c ist sogar noch \u00e4lter. Es ist unergr\u00fcndlich, um ehrlich zu sein,&nbsp; wie allgegenw\u00e4rtig die Idee vom Hidschab als \u201efreie Wahl\u201c ist, bis hin zur Leugnung einer solch langen und schmerzhaften Geschichte patriarchaler Unterdr\u00fcckung. Es wird bestenfalls als eine zwecklose theologische Debatte angesehen, die Muslime entfremden w\u00fcrde, wenn sie diskutiert werden w\u00fcrde. Aber dies ist eine Diskussion der Geschichte, und unserer Gegenwart. Und es w\u00e4re ein schlechter Dienst all den Opfern des muslimischen Patriarchats gegen\u00fcber, jenen in der Vergangenheit und in der Gegenwart, wenn wir ihre Misshandlung ignorieren und ausl\u00f6schen und die Diskussion dieser als tabu erkl\u00e4ren, besonders in der Gegenwart eines aktiven Versuches diese umzudefinieren und auszul\u00f6schen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich war sehr verwirrt, als ich als junge queere Person im Iran zum ersten Mal&nbsp; Leute wie Yassmin Abdel-Magied \u201eIslam ist die feministischste Religion\u201c&lt;fn&gt;<em><a href=\"https:\/\/scroll.in\/video\/829637\/islam-is-the-most-feminist-religion-two-australians-have-a-shouting-match-on-tv-over-sharia-law\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Der Islam ist die feministischste Religion\u2018: Zwei Australier streiten sich im Fernsehen \u00fcber die Scharia: Die weitreichenden Folgen von Donald Trumps Einwanderungsverbot f\u00fcr Muslime<\/a><\/em>.&lt;\/fn&gt; sagen h\u00f6rte. Ich war perplex, wenn Leute vom Hijab als erm\u00e4chtigend sprachen. Es war als ob ich gefragt wurde alles was ich \u00fcber Islam, Feminismus, und die Geschichte und Gegenwart von beidem gelernt hatte zu ignorieren. Und mir wurde nichts au\u00dfer den generischen islamischen Apologieredenspunkten gegeben, mit welchen ich, als im Iran aufwachsendes Kind, schon vom Bildungssystem der Islamischen Republik in der Mittelschule gef\u00fcttert wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr eine lange Zeit glaubte ich, dass sie einfach eine andere Version des Glaubens anerkennen, eine progressivere. Und als jemensch, die keine Religion hatte, war die Frage der Validit\u00e4t ihrer Version des Islams gleichg\u00fcltig. So lange sie an der Schlussfolgerung der vollkommenen Befreiung vom Patriarchat ankommen, muss ich nicht das Innenleben ihres Glaubens untersuchen. Doch als ich sah wie diese \u201efeministischen\u201c Muslime Frauen, und queere und trans Leute behandelten, die den Glauben durch das enorme Gewicht der muslimisch-patriarchalen Gewalt verlassen hatten, und wie ihre Priorit\u00e4t die Verteidigung des Glaubens und die Nichtexistenz der Widerspr\u00fcche zwischen Islam und Feminismus oder queerer Befreiung, oft auf Kosten der Opfer, war, realisierte ich, dass diese muslimischen \u201eFeminist*innen\u201c und \u201equeere Befreier*innen\u201c das muslimische Patriarchat einfach nicht als&nbsp; sch\u00e4dlich genug ansahen um darauf einen Fokus zu legen. Sie sahen nicht die Tiefe seiner Wurzeln und seine Allgegenw\u00e4rtigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Ihr Fokus war darauf die Gewalt von diesem Patriarchat umzudefinieren, so das es aussieht als ob sie in Intensit\u00e4t und Art gleich (oder weniger!) mit dem westlichen Patriarchat w\u00e4re, und Antworten auf diese patriarchalische Gewalt als von Islamophobie und Rassismus motiviert anstatt als von echter F\u00fcrsorge f\u00fcr diese unterdr\u00fcckten Gruppen motiviert zu gestalten. Selbst als diese Reaktion von diesen Opfern kam, wurden sie als Verr\u00e4ter gebrandmarkt, die imperialistische Aggression unterst\u00fctzten, nur dadurch, dass sie \u00fcber ihr Leiden sprachen. In Wahrheit taten diese Feminist*innen und Queer-Theoretiker*innen tats\u00e4chlich nichts anderes, als das Blut von den H\u00e4nden des muslimischen Patriarchats zu waschen, indem sie ein Verst\u00e4ndnis von Feminismus entwickelten, das als ideologischer Deckmantel f\u00fcr dieses Leid diente.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Hidschab ist ein Werkzeug des Patriarchats seitdem es als ein religi\u00f6ses Mandat am Anfang des Islams kodifiziert wurde. Wir alle m\u00fcssen dazu frei sein mit unseren K\u00f6rpern alles machen zu k\u00f6nnen was wir uns w\u00fcnschen und das betrifft auch das Tragen des Hidschabs. Aber jede Reklamation des Hidschabs als eine Form der Erm\u00e4chtigung sollte zumindest mit dem Verst\u00e4ndnis der gegenw\u00e4rtigen und historischen unterdr\u00fcckenden&nbsp; Funktion des Hidschabs in den meisten Teilen der muslimischen Welt anfangen. Aber ich sehe keine Anerkennung dieser Geschichte oder Gegenwart. Alles was ich sehe ist die Verleugnung der Idee, dass der Hidschab zu irgendeinem Ausma\u00df patriarchisch ist oder je war.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich bin erm\u00fcdet von Leuten, die schockiert spielen, dass wir durchs sehen, dass andere unsere Ketten als eine Quelle des Stolzes tragen, w\u00e4hrend sie leugnen, dass es je Ketten waren, verst\u00f6rt sind. Ich bin erm\u00fcdet von euren Ausdr\u00fccken der Verachtung f\u00fcr jene die diese Ketten brechen. Ich bin erm\u00fcdet von Leuten die mit dem Flow der gegenw\u00e4rtigen patriarchalen Erwartungen gehen und es subversiven Feminismus nennen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich wei\u00df nicht, wie der Hidschab in eine Zukunft passt in welcher der Zwangsgedanke von Gender nicht l\u00e4nger existiert, und das ist jene Zukunft die ich will. Es f\u00e4llt mir schwer zu glauben, dass eine gegenderte Erwartung von Kleidung reinpassen wird, wenn Gender nicht das ist was es jetzt ist. Wie weit entfernt vom Weiblichkeit muss sich eine transmaskuline Person f\u00fchlen um das Tragen des Hidschabs zu stoppen? Wie nahe zu Weiblichkeit soll sich eine transfeminine Person f\u00fchlen um es tragen zu m\u00fcssen? Was wird mit dem Hidschab passieren wenn Mann und Frau nicht l\u00e4nger Referenzpunkte in der Landschaft von Gender sind?<\/p>\n\n\n\n<p>Ich frage dies nicht als Etwas hypothetisches. Ich frage dies, weil ich mich an die doppelt verletzende Erfahrung meiner transmaskulinen Br\u00fcder, gezwungen den verdammte Hidschab zu tragen, erinnere. Ich sage dies, weil ich transfeminine Leute kannte, die keinen Hidschab tragen mochten, und deren Erwiderung zu der Frage \u201eWieso tr\u00e4gst du keinen Hidschab, wenn du eine Frau bist?\u201c \u201eIch bin trans\u201c war. Dies mag unsinnig im patriarchalen Verst\u00e4ndnis von Gender klingen, aber es macht perfekten Sinn f\u00fcr mich. Weil was bedeuten eure Regeln f\u00fcr eine Person die deren Grundlage ablehnt verdammt nochmal? Wie funktioniert der Hidschab f\u00fcr die Leute, die es nicht <em>WOLLEN <\/em>sich an die aufgezwungene Vorstellung von Weiblichkeit und M\u00e4nnlichkeit anzupassen? Wird Hidschab wirklich Hidschab sein, wenn es wahrhaftig eine Wahl ist? Ich wei\u00df, dass es Antworten auf diese Fragen gibt, aber ich wei\u00df auch wer<em> NICHT <\/em>nach diesen sucht: diejenigen die so tun als ob der Hidschab bereits standardm\u00e4\u00dfig eine \u201efreie Wahl\u201c ist. Es ist f\u00fcr mich bizarr, dass wir uns frei f\u00fchlen zu diskutieren, wie die oberfl\u00e4chlich \u201efreie\u201c Wahl, die Frauen im Westen \u00fcber ihre Kleidung machen, wie zum Beispiel keinen BH zu tragen, von patriarchalen Zw\u00e4ngen durch viele Mechanismen beeinflusst wird. Aber es wird von uns erwartet anzunehmen, dass die Wahl von muslimischen Frauen fast ihren ganzen K\u00f6rper zu bedecken frei von allen Formen patriarchaler Erwartungen ist. Es wird angenommen, dass der Bereich von Wahlm\u00f6glichkeiten, die muslimische Frauen machen wollen, immer darauf begrenzt sind, was ihnen unterm muslimischen Patriarchat erlaubt ist, aber irgendwie wird ebenso angenommen, dass dieser enge Bereich ein Ausdruck von freier Wahl ist, unbelastet vom Gewicht der patriarchalen Kontrolle.&lt;fn&gt;Das Patriarchat (insbesondere die Vergewaltigungskultur) fabriziert und erzwingt bekannterma\u00dfen eine Form der scheinbaren \u201eKonsens\u201c seitens unterdr\u00fcckter und marginalisierter Geschlechter oder den Anschein von Konsens \u2013 sogar den Anschein \u201ebegeistertem Konsens\u201c \u2013 durch verschiedene Formen physischer, sozialer, wirtschaftlicher und epistemischer Gewalt. Ein Mittel, dies zu tun, besteht darin, die verf\u00fcgbaren Handlungsformen des unterdr\u00fcckten oder untergeordneten Subjekts auf eine begrenzte Reihe von Wahlm\u00f6glichkeiten zu beschr\u00e4nken, bei denen das unterdr\u00fcckte Subjekt <em>eine Wahl trifft,<\/em> und daher kann es <em>den Anschein haben<\/em>, dass es einen \u201efreien\u201c Willen aus\u00fcbt. Ein weiteres Mittel, durch das \u201eKonsens\u201c seitens der Unterdr\u00fcckten hergestellt wird, ist durch Formen der epistemischen Ungerechtigkeit \u2013 Ungerechtigkeit, die einer Person in ihrer Eigenschaft als <em>Wissende<\/em>, in ihrer F\u00e4higkeit, ihre Erfahrungen der Welt zu interpretieren und zu erz\u00e4hlen zugef\u00fcgt wird \u2013 als Referenz, siehe Miranda Frickers Arbeit \u00fcber epistemische Ungerechtigkeit. Hermeneutische Ungerechtigkeit beschreibt die Art und Weise, wie patriarchalische Gesellschaften marginalisierte Geschlechter epistemisch einschr\u00e4nken, indem sie uns die Sprache und Begriffe nehmen, mit denen wir unsere Unterdr\u00fcckung beschreiben k\u00f6nnten, und indem sie uns in einem System von \u201eWissen\u201c und Glauben \u2013 oder Religion, je nach Fall \u2013 gefangen halten \u2013 wo die einzigen verf\u00fcgbaren Interpretationen dessen, was uns passiert, uns alle dasselbe sagen: es hat dir gefallen, du hast dem zugestimmt, du hast deinen Konsens gegeben. Am Beispiel der Behauptung, dass Frauen kein modisches Statement aus dem Tragen bunter und h\u00fcbscher Kopft\u00fccher machen w\u00fcrden, wenn sie dem Tragen nicht von vornherein nicht \u201eKonsens\u201c gegeben h\u00e4tten, stehen Frauen im Iran vor der Wahl: Tragen Sie einen farbenfrohen und h\u00fcbschen Hijab und haben Sie die M\u00f6glichkeit, etwas von Ihrer Innerlichkeit und individuellen Pers\u00f6nlichkeit auszudr\u00fccken, oder tragen Sie einen einfachen Hijab. Die \u201eWahl\u201c liegt bei ihnen, und wenn sie sich dann f\u00fcr eine entscheiden, kommt die patriarchalische Herstellung von Zustimmung zu dem Schluss, dass es freies Handeln sein muss, dass sie dem Tragen des Hijab \u201eKonsens\u201c gegeben haben und es genie\u00dfen, unabh\u00e4ngig davon, ob sie es wirklich tun oder ob sie solche Entscheidungen in einer Situation treffen, in der die Alternative darin besteht, von der Moralpolizei get\u00f6tet zu werden, also k\u00f6nnen sie genauso gut das Beste aus der Situation machen.<br \/><br \/>Sogar die Religion bietet ein Interpretationssystem, in dem der Hijab als \u201eerw\u00fcnschte\u201c Wahl angesehen wird, zumindest wenn Frauen sich selber als gl\u00e4ubig und respektabel ansehen sollen. Aber auf eine subtilere Weise helfen muslimische Feminist*innen der Diaspora, die sich selbst zu nicht gew\u00e4hlten \u201eRepr\u00e4sentanten\u201c machen, ein Wissenssystem zu schaffen (und iranische Frauen darin einzusperren), in dem Frauen best\u00e4tigen m\u00fcssen, dass sie freiwillig Hijab tragen oder als solche ausgelegt werden \u201edie uns\/unsere Kultur schlecht aussehen lassen\u201c und ihr Volk verraten, das von amerikanischen Konservativen als \u201eBarbaren\u201c und \u201eUnmenschen\u201c verleumdet wird. Das soll nicht hei\u00dfen, dass es keine Hijabi Frauen gibt, die den Hijab freiwillig tragen, sondern dass es keine externe Position gibt, nicht einmal die der muslimischen Feminist*in in der Diaspora, von der aus es m\u00f6glich ist, den Konsens einer Frau in einem Kontext, in welchem sie es tragen oder sterben muss, zuverl\u00e4ssig zu \u201einterpretieren\u201c. Es ist n\u00f6tig <em>beides<\/em> zu tun: 1. die Machtstrukturen zu verstehen, in denen sie ihre Entscheidungen trifft, und 2. ihr tats\u00e4chlich zuzuh\u00f6ren, wenn sie f\u00fcr sich selbst spricht. <br \/><br \/>Daher sprechen Frauen und trans M\u00e4nner im Iran, die ihren Hijab verbrennen, in der Tat sehr deutlich, und die Bem\u00fchungen nicht gew\u00e4hlter Diaspora Feminist*innen, sie zu \u00fcberschreiben und den k\u00fcnstlichen Schein des \u201eKonsens\u201c wieder aufzuerlegen, sind selbst eine Form kolonialer epistemischer Gewalt im klassisschen Sinne <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/jan.ucc.nau.edu\/~sj6\/Spivak%20CanTheSubalternSpeak.pdf\" target=\"_blank\">artikuliert von Gayatri Spivak<\/a>.&lt;\/fn&gt;<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr mich auch nur zu erw\u00e4gen, dass der Hidschab eine \u201eneutrale Wahl\u201c in der muslimischen Welt und in muslimischen Gemeinschaften, so wie sie heute existieren, ist, fordert mich nicht nur auf alles aufzugeben was ich \u00fcber Gender, den Hidschab, und dessen Geschichte wei\u00df, sondern es fordert mich au\u00dferdem auf die H\u00e4lfte meiner Bekenntnisse als eine braune trans nonbin\u00e4re Anarchafeminst*in aufzugeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses eine Mal, lasst los von unseren Ketten.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses eine Mal, <strong><em>h\u00f6rt uns unter unseren Bedingungen zu.<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dieses eine Mal, seht unsere Problem so wie es ist: Muslimisches Patriarchat<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses eine Mal, zeigt uns Solidarit\u00e4t ohne euch in den Mittelpunkt zu stellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Meine Leute sind am k\u00e4mpfen und werden ermordet. <strong><em>Dieses eine Mal habt bedingungslos unseren R\u00fccken.<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8211; merc<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u00dcbersetzt von Cat<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-style-bb-block-bg-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1400\" height=\"1400\" src=\"https:\/\/immerautonom.noblogs.org\/files\/2022\/11\/theonewhokilledmysister_dimensions-fixed2.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1840\" srcset=\"https:\/\/immerautonom.noblogs.org\/files\/2022\/11\/theonewhokilledmysister_dimensions-fixed2.png 1400w, https:\/\/immerautonom.noblogs.org\/files\/2022\/11\/theonewhokilledmysister_dimensions-fixed2-300x300.png 300w, https:\/\/immerautonom.noblogs.org\/files\/2022\/11\/theonewhokilledmysister_dimensions-fixed2-150x150.png 150w, https:\/\/immerautonom.noblogs.org\/files\/2022\/11\/theonewhokilledmysister_dimensions-fixed2-768x768.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1400px) 100vw, 1400px\" \/><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>My people are fighting and getting murdered. For once just have out backs unconditionally.<\/p>\n","protected":false},"author":18130,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_locale":"de_DE","_original_post":"https:\/\/immerautonom.noblogs.org\/?p=1255","activitypub_content_warning":"","activitypub_content_visibility":"","activitypub_max_image_attachments":4,"activitypub_interaction_policy_quote":"anyone","activitypub_status":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[43,17,11,40,42,39,14,45,44],"class_list":["post-2330","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-general","tag-anarcha-feminism","tag-epistemics-epistemology","tag-feminism","tag-imperialism","tag-international-solidarity","tag-islam","tag-patriarchy","tag-queer-liberation","tag-trans-liberation","de-DE"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/immerautonom.noblogs.org\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2330","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/immerautonom.noblogs.org\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/immerautonom.noblogs.org\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/immerautonom.noblogs.org\/wp-json\/wp\/v2\/users\/18130"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/immerautonom.noblogs.org\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2330"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/immerautonom.noblogs.org\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2330\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3506,"href":"https:\/\/immerautonom.noblogs.org\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2330\/revisions\/3506"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/immerautonom.noblogs.org\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2330"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/immerautonom.noblogs.org\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2330"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/immerautonom.noblogs.org\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2330"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}